Wanfried

Dauerthema Leerstand
v. l.: Jürgen Rödiger, Martin Merhof, Helmut Best, Jannik Veltum, Michael Merhof, Eckhard Vissler, Daniel Schmidt und Bürgermeister Gebhard vor dem Musterhaus.

Dauerthema Leerstand

11.08.2018_Wanfried/Sachsenhausen. Leerstand, auch im größten Stadtteil der Stadt Waldeck, Landkreis Waldeck-Frankenberg, ist das ein Dauerthema. Die Stadt ist das „Das Tor zum Edersee“, aber trotz des Touristenmagneten und der Nachbarschaft zu Korbach und Bad Wildungen, stehen viele Wohnhäuser und Ladengeschäfte leer, der Einzelhandel müsste dringende wiederbelebt werden. Der Ort mit 1.700 Einwohnern ist Verwaltungssitz der der Gemeinde Waldeck, die aus dem Rathaus Sachsenhausen verwaltet wird.

Die Interessensgemeinschaft aktives Sachsenhausen e. V. will sich verstärkt mit diesem Thema beschäftigen und etwas verändern. Darum besuchten sie Wanfried, wo sie über die Arbiet Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser und die Stadt Wanfried informiert wurden. „Wir wollen nicht übereinander, sondern miteinander sprechen“, sagte der Erste Vorsitzende Helmut Best am vergangenen Samstagmittag beim Empfang im Wanfrieder Rathaus. Dort hatte Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard für die sechs Gäste aus Sachsenhausen eine Präsentation vorbereitet. Im Anschluss zeigte Bürgergruppensprecher Jürgen Rödiger das Fachwerk Musterhaus Wohnen und erläuterte, wie aus einer Leerstandsimmobilie ein Bauberatungszentrum für eine ganze Region werden kann.

Wanfried hat das geschafft, was vor 12 Jahren noch niemand für möglich gehalten hatte. Leerstand beseitigt durch die ehrenamtliche Vermittlung von 63 Immobilien, dabei Neubürger integriert, Fachwerkimmobilien an Menschen vermittelt, die diese Häuser saniert haben, sie bewohnen und so erhalten konnten. Heute belebt der Tourismus die Kleinstadt an der Werra, haben sich neue Vereine gegründet, die aktives Stadtmarketing betreiben. „Wir haben unser Modell auf der Denkmalmesse in Leipzig vorgestellt, waren auf der Auswanderungsmesse in Houten in den Niederlanden“, so Gebhard, zudem wurde in Wanfried das BürgerWerk der Fachwerkstädte gegründet, ein Netzwerk von Initiativen aus ganz Deutschland. Geplant war das alles nicht, eins kam zum anderen. 

„Wichtig ist, dass man auf die Leute zugeht, sie anspricht, serviceorientiert sein und bleiben muss“, so Gebhard. Er habe nach Antritt seiner ersten Amtszeit den Gewerbeverein gegründet und dann, über einen öffentlichen Aufruf, mehr als 700 Adressen ehemaliger Wanfrieder genannt bekommen, die er zweimal im Jahr anschreibe und über die Stadt und ihre Entwicklung informiere. „Viele von ihnen haben ihre Heimatstadt jetzt wiederentdeckt“, so der Bürgermeister.   

Gebhard und Rödiger erläuterten, wie Wanfried aus der Not eine Tugend machte und man der schlechten Prognose der demografischen Entwicklung im Werra-Meißner-Kreis aktiv etwas entgegensetzte. „Wir hatten erst mal nur die Idee, Interesse für die leerstehenden Häuser zu wecken und aktiv zwischen Verkäufern und Käufern zu vermitteln“, so Gebhard. Nach fast 12 Jahren kann der ein positives Resümee ziehen, das ortsnahe Handwerk habe enorm von der Entwicklung profitiert, in einer Zeit, als die Auftragslage noch nicht so gut gewesen wäre, wie heute, so Gebhard. Die Gewerbesteuereinnahmen und die Abgaben für Wasser- und Abwasser seien zudem gestiegen, genauso, wie die Übernachtungszahlen.

Seit Jahren reisen Initiativen aus ganz Deutschland nach Wanfried, um sich vor Ort darüber zu informieren, warum Wanfried bei der Leerstandsbeseitigung so erfolgreich ist. „Wir geben unsere Erfahrungen gerne weiter“, sagte Bürgermeister Gebhard, dessen 11-jährige Amtszeit geprägt ist von der Arbeit gegen den Leerstand und in der Bürgergruppe. Schließlich war er Mitglied dieser Gruppe, bevor er zum Bürgermeister gewählt wurde. Und noch heute lässt er „fast alles stehen und liegen, wenn es darum geht, ein leerstehendes Haus vermitteln zu können, weil das Leben in der Stadt und den Stadtteilen nur dadurch lebenswert bleibt“, so der Bürgermeister.

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