Fachwerkmusterhaus

Über das Musterhaus

Was Fachwerk bietet

Im Fachwerkmusterhaus Wohnen zeigt Ihnen die Bürgergruppe, was Fachwerk bietet. Ökologische und wohngesunde Baustoffe wie Lehm, Hanf und Holzfaser, Leinöl- und Kalkprodukte wurden dort verarbeitet. Neueste LED-Technik und Lichtachsen im historischen Fachwerkhaus, Baujahr 1730, setzen modernes Wohnen stimmungsvoll in Szene.

Vom Knusperhaus zum Musterhaus

Es ist ein Projekt, das so noch nie vorher umgesetzt wurde. Als Bürgermeister Wilhelm Gebhard im Februar 2010 das Fachwerkmusterhaus Wohnen nach Wanfried holte, wusste niemand, ob das kleine Zeitfenster von nicht einmal einem Jahr für Planung, Beschlüsse der politischen Gremien, Ausschreibungen und Ausführungen der Arbeiten ausreichen würde. Frei gewordene Fördergelder mussten bis Februar 2011 abgerechnet sein.

Aus einem jahrzehntelang leerstehenden Fachwerkhaus am historischen Platz „Auf der Börse“ wurde in etwas mehr als einem Jahr ein Schmuckstück. Die Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser suchte dafür in kürzester Zeit ein geeignetes Haus aus, half bei der Planung und der Fertigstellung des Projektes.

Im und am Fachwerkhaus werden verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten demonstriert, Wandaufbauten, Dämmung, neue und alte wohngesunde Baumaterialien vorgestellt.

Für das einzige „Fachwerkmusterhaus Wohnen“ in Nordhessen gaben das Land Hessen und der Bund 73,16 Prozent Förderung aus dem Programm „Stadtumbau West“. Die ausführenden Handwerksbetriebe haben ihre Angebote zugunsten des Musterhauses so gering wie möglich gehalten. Namhafte Baustoffhersteller und Händler unterstützen das Projekt ebenfalls.

Die Arbeiten von Zimmermann, Elektroinstallateur, Maurer, Schreiner und Maler sind längst erledigt, auch Heizungsinstallation und Innendämmarbeiten sind abgeschlossen. Bauseminare für den Innenausbau wurden erfolgreich durchgeführt und damit eine praktische Nutzung innerhalb der Bauphase angeboten. Das Ständer’sche Haus kann zeigen, wie wertvoll Fachwerk ist.

Projektstart

Im Februar 2010 wurde, während einer Sitzung der Bürgermeister der Interkommunalen Kooperation „Mittleres Werratal“ im Förderprogramm Stadtumbau West, über die Verwendung frei gewordener Fördergelder gesprochen. Ein Teil des Geldes sollte für ein Fachwerkmusterhaus verwendet werden. Der Haken an der Sache: ein Zeitfenster von nicht einmal einem Jahr bis zur Abrechnung der Fördergelder. „Wir schaffen das, mit der Bürgergruppe!“, sagte Bürgermeister Gebhard damals. So kam das Fachwerkmusterhaus Wohnen nach Wanfried. Und genau da gehört es hin, schließlich gehört man zur Deutschen Fachwerkstädte e. V. und nimmt diesen Standort als Chance wahr.
Aus einem jahrzehntelang leerstehenden Fachwerkhaus am historischen Platz „Auf der Börse“ wird nun ein Musterhaus. Und anfangs wusste niemand, ob die wenige Zeit für Planung, Beschlüsse der politischen Gremien, Ausschreibungen und Ausführungen der Arbeiten ausreichen würden. Die Fördergelder sollten bis Februar 2011 abgerechnet sein, doch eine Zeitüberschreitung ließ sich letztendlich doch nicht vermeiden. Fertigstellung ist jetzt für Herbst 2011 geplant.
Realisierbar wurde das Projekt nur durch die Mitarbeit der Bürgergruppe, die in kürzester Zeit ein geeignetes Haus fand, bei der Planung mit im Boot war und auch nach Fertigstellung das Projekt betreuen will. Im und am Fachwerkhaus sollen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten demonstriert, Wandaufbauten, Dämmung, neue und alte wohngesunde Baumaterialien vorgestellt werden. Dafür rührte die Bürgergruppe auf Einladung des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen auf der Denkmal 2010 in Leipzig die Werbetrommel und konnte für das Projekt Musterhaus namhafte Baustoffhersteller gewinnen, die sich mit Material und Know-How bereits beteiligt haben.

Finanzierung

Für das einzige „Fachwerkmusterhaus Wohnen“ in Nordhessen geben das Land Hessen und der Bund 73,16 Prozent Förderung aus dem Programm „Stadtumbau West“, damit bleiben der Stadt noch 26,84 Prozent, die sie aus ihrem Haushalt finanzieren muss. Das sind etwa 62.000 Euro bei geschätzten Baukosten von 230.000 Euro. Die ausführenden Handwerksbetriebe haben ihre Angebote zugunsten des Musterhauses so gering wie möglich gehalten. In Mitmach-Seminaren werden Teile des Innenausbaus kostengünstig ausgeführt und so eine praktische Nutzung innerhalb der Bauphase angeboten. Das Fachwerkmusterhaus ergänzt die Vermarktungsstrategie von Bürgermeister Wilhelm Gebhard, der damit zeigen kann, wie wertvoll Fachwerk ist. Zudem nehmen Stadt und Bürgergruppe an der Fachwerk-Triennale 2012 teil.

Der Ursprung

Der “Rote Kremmer” steht stolz vor seinem Haus. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1897 und zeigt die Süd-Front des Hauses. Leiterfachwerk, Sprossenfenster, Fensterläden, Verbretterung gegen das Spritzwasser an der Straßenfront. So soll es wieder werden...